Depression oder Lebenskrise?

Depression oder Lebenskrisen

Immer wieder kommt man im Leben in Situationen, die mehr oder weniger den gesamten Lebensentwurf ins wanken bringe. Eine solche Lebenskrise oder Depression kann durch äußere Faktoren wie Trennung, Geburt eines Kindes, Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder einen Todesfall aufgelöst werden.

Jedoch sind häufig auch innere Faktoren Auslöser einer solchen Krise. Meist merkt man dann schon einige Zeit, dass etwas nicht mehr richtig läuft. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie häufig kraftlos sind und die Freude an vielen Dingen verloren haben. Sie ihren Fokus nicht mehr kennen oder ihnen, früher wichtigen Ziele als nutzlos erscheinen. Sie fühlen sich in ihrem eigenen Leben fremd und haben das Gefühl nur mehr wie eine Maschine zu funktionieren. Eigene Interessen rücken in den Hintergrund oder man kann diese gar nicht mehr genau definieren. Dann entsteht die Angst, eine Depression könnte der Verursacher sein.

Habe ich eine Depression oder eine Lebenskrise?

Es ist wichtig durch eine umfangreiche Anamnese herauszufinden, ob es sich um eine Lebenskrise handelt oder um eine behandlungsbedürftige Depression. Je nach schwere der Depression kann es vonnöten sein, medikamentös vielleicht sogar stationär in einer Klinik zu behandeln. Bei leichteren Formen ist eine Veränderung der Lebenssiutation, zum Beispiel durch regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, und gezielte Stressbewältigungsstrategien, oft schon hilfreich um eine erste Verbesserung zu erreichen.

Dafür ist es unverzichtbar, sich Zeit zu nehmen um die genauen Umstände und Ursachen herauszufinden. Zeit und Ruhe für Gespräche und zielführende Behandlungen, aber auch Geduld um heilen zu können ist wichtig. Nur dann ist es möglich, gezielt gegen das voranschreiten dieses kaum zu ertragenden Zustandes vorzugehen.